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Gedanken zum Jahresbericht


Wie soll ein Jahresbericht des Präsidenten des FC Wiesendangen aussehen. Was soll er berichten, was muss er enthalten. Den einen ist er viel zu lange, trotzdem darf ich nichts vergessen, sonst gibt es Ärger mit den Vergessenen? Diese und weitere Fragen stelle ich mir jedes mal vor meinem Bericht. In einem interessanten Gespräch wurde mir mal gesagt, der Jahresbericht muss neutral und ohne eigene Meinung geschrieben werden. Nur die Meinung des Vereins zählt und ich müsse meine Gedanken für mich behalten. Ich hab mich intensiv mit dieser These befasst und kam zum Schluss, dass dies nicht der Sinn meines Jahresberichtes sein kann. Dann kann ich ihn gleich von jemandem anderen schreiben lassen und nur meine Unterschrift darunter setzen.
Ich werde auch dieses Jahr meinen Jahresbericht mit allen positiven und negativen Eigenschaften meiner Ausdrucksweise nieder schreiben. Wie jedes Jahr wird es Mitglieder geben, die das super und andere die das absolut unprofessionell finden. Ich hab in den letzten 4 Jahren als Präsident gelernt, dass bei vielem was ich sage, der eine oder der andere nicht damit einverstanden ist. Mit dem muss ich mich abfinden. Ich hab heute einen Bericht gelesen von Sascha Ruefer. In diesem sagt er bei 1 Million Zuschauer und 2000 Reklamationen über seinen Moderationsstil hat er immer noch 998000 zufriedene Zuhörer. Da musste ich doch ein wenig Schmunzeln. So kann man es natürlich auch sehen.
Wir haben fast 700 Mitglieder und ich hoffe doch, dass ein Grossteil dieser mit meiner Arbeit als Präsident zufrieden sind. Und wenn nicht, steht meine Türe (Privat + Backstube) jederzeit offen und jeder und jede kann sich unangemeldet bei mir melden! Ich werde mir Zeit nehmen und mich um sein Anliegen oder seinen Ärger bemühen.


Sport 2020/21


Über die einzelnen Abteilungen werden euch unsere Koordinatoren in ihren Jahresberichten ausführlich erläutern was gelaufen ist. Hier und jetzt das wichtigste.
Die 1. Mannschaft spielt weiterhin 2. Liga, die 2. Mannschaft leider auch weiterhin 4. Liga. Die A-Junioren sind abgestiegen. Die Ba-Junioren konnten den Ligaerhalt sichern. Alle weiteren Juniorenmannschaften durften mal mehr, mal weniger zufrieden vom Platz laufen.
Die Frauen und Juniorinnenabteilung kann viele Erfolge vermelden, mussten aber doch auch den einen oder anderen Dämpfer einfahren.
Der Kinderfussball konnte keinen Covid Rückgang feststellen und all unsere Jungs und Mädchen spielen mit grosser Freude und viel Leidenschaft Fussball.


Die Gümmeler, unsere beliebte Plauschsportgruppe hat auch dieses Jahr ihre Kilometer abgespult und im Winter ihre multisportiven Fähigkeiten ausgebaut. Es ist einfach schön zu sehen, wie diese Truppe den FC Wiesendangen verkörpert, auch wenn sie nicht mehr Fussball spielen.


Auch in diesem Jahr gab es Moment an denen ich zur Decke hüpfte, die Faust ballte und meine Freude in den Himmel schrie. Es gab aber auch Momente, an denen mir zum weinen war und ich meine Emotionen verstecken musste. Einen Moment möchte ich hier kurz erwähnen. Ich durfte in meiner Eigenschaft als «ausgebildeter» Mini Schiri den Cup Match der Da Junioren pfeifen. Ein Match auf sehr hohem Niveau, der immer hin und her ging. Der FC Wiesendangen konnte kurz vor Schluss nach einer langen Druckphase den Ausgleich erzwingen. Es kam zum Penalty schiessen. Der 13. Penalty (26 Schüsse) entschied das Spiel. Und es war leider ein Spieler von uns, dessen Penalty vom gegnerischen Torwart grandios gehalten wurde. Die Enttäuschung unserer Spieler war extrem. Viele konnten nach diesem emotionalen Match ihre Tränen nicht zurückhalten. Und ich nahm den Fehlschützen in die Arme um ihn zu trösten, obwohl ich lieber mitgeweint hätte. So ist der Fussball und verlieren gehört leider dazu.

Wieso erzähl ich diese Geschichte. Weil ich mir wünsche, dass ich den gleichen Spieler in 10 Jahren wieder in die Arme nehmen kann, weil wir mit der ersten Mannschaft aufgestiegen sind. Und ich ihn daran erinnern darf, wie er damals den Elfmeter verschoss und diesmal vielleicht den entscheidenden Treffer machte. Das ist für mich der FC Wiesendangen und so ist auch das Leben.


Infrastruktur


Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Das neue Garderobengebäude steht und wird bereits rege benützt. Leider ist noch nicht alles perfekt und es wird noch einige Zeit dauern bis alles so ist wie wir uns das vorstellen. Auch die Rasenbewässerung steht. Was vor 8 Jahren mit einer Projektgruppe begonnen hat ist nun endlich fertig erstellt. Man muss sich das mal vorstellen. 8 Jahre haben viele Mitglieder, aber auch andere Personen mitgeholfen einen neuen Kunstrasen, ein neues Bewässerungssystem und ein neues Garderobengebäude zu planen und zu erstellen. Ich danke all diesen Personen die hunderte von Stunden dafür investiert haben um uns dies zu ermöglichen. Am Schluss fällt alles in meine Präsidentenzeit, aber vor allem Martin Keller mit seinem damaligen Vorstand haben die wertvolle Vorarbeit geleistet.
Der FC Wiesendangen kann im Moment von einer hervorragenden Infrastruktur profitieren. Der einzige Makel bleibt immer noch das zu kleine Spielfeld für einen Aufstieg in die 2. Liga InterRegio. Eventuell würde da noch eine Spezialbewilligung drin liegen, aber bei der 1. Liga ist dann definitiv Schluss.


Verein


Die Corona Krise hat uns auch in diesem Jahr ständig begleitet. Immer wieder neue Vorschriften und Massnahmen haben uns dutzende von Mehrarbeitsstunden beschert. Der Unterbruch war dann der negative Höhepunkt im Fussball und hat uns wiederum hart getroffen. Unser Finanzchef Andi war häufig am verzweifeln und ein Budget zu erstellen ist fast unmöglich. Wir werden eine gute Rechnung haben. Die Schäden der Krise werden aber erst im folgenden Jahr zu spüren sein. Wir werden im Jahr 2022 mit einem Verlust rechnen müssen.
Das Grümpi war trotz schwierigen Umständen ein toller Erfolg und ich muss dem OK ein Kränzchen widmen. Sie haben immer wieder auf die neuen Situationen reagiert und als viele schon den Bettel hinwerfen würden, haben sie noch einen Zacken draufgelegt und ein wunderbares Grümpi organisiert.


Das Hallenturnier musste leider abgesagt werden und wird unsere Kasse belasten.


Ziele und Ideen für die Saison 2021/22


Sport


Etliche Stunden in unseren Vorstandssitzungen verbringen wir mit der strategischen Planung der sportlichen Ziele. Nur schon in unserem Gremium von 5-10 Mitgliedern sind die Meinungen nicht immer gleich. Wo wollen wir hin und wie wollen wir das machen. 2. Liga um jeden Preis? 3. Liga, dafür nur mit eigenen Junioren? Eine 5. Liga Mannschaft? oder eine zweite 5. Liga Mannschaft? dafür keine A+ Junioren? Dies sind alleine nur Fragen der Aktiv Abteilung, die es zu lösen gibt. Wir versuchen, wenn immer möglich die sportlichen , wie auch die sozialen Ziele zu erreichen. Dies gelingt uns meistens, aber leider nicht immer. Auch bei den Junioren gibt es immer wieder schwierige Entscheidungen zu treffen, die manchmal nicht sofort nachvollziehbar sind. Dies gilt auch für den Kinderfussball, obwohl dort das Konfliktpotential weniger gross ist.
Die immer grösser werdende Frauen und Juniorinnen Abteilung darf in unseren Planungen auch nicht fehlen. Wie bei den Herren ist es hier nicht immer einfach die beste Lösung für jede Spielerin wie auch für den Verein zu finden.


Der Vorstand und alle unsere Koordinatoren geben immer ihr Bestes und ich bitte euch, falls ihr mal nicht einverstanden seit, mit einer Entscheidung oder was auch immer: Sucht das Gespräch und lasst euch die Gedanken, die zum Entschluss geführt haben erklären. Sehr häufig sind diese absolut nachvollziehbar.


Unsere Ziele sind immer noch gleich,

Was soll man über diese Saison schreiben? Ein Thema hat sie geprägt. Corona-Krise ist das Wort des Jahres. Ich könnte jetzt viel über diese Corona-Krise philosophieren. Was haben wir gelernt, was können wir daraus schliessen, was war positiv, was war negativ. Ich höre öfters, dass diese Krise auch etwas Gutes hat! Sorry, das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Schulen geschlossen, Wirtschaft am Boden, tausende Tote, soziales Leben unmöglich, staatliche Eingriffe ins Privat- und Geschäftsleben usw. Sogar wenn es etwas Positives gäbe, war der Preis, den wir dafür zahlen mussten, viel zu hoch. Dies sollen meine Gedanken zur Corona-Krise gewesen sein und ich hoffe, während des Jahresberichtes nicht zu häufig in dieses Thema zu fallen.

Sportliches

Durch den Abbruch der Saison ist es schwierig, einen sportlichen Rückblick objektiv zu machen. Ich war sehr zuversichtlich, dass unsere erste Mannschaft den Klassenerhalt schaffen würde und ich war noch zuversichtlicher, dass die zweite Mannschaft aufgestiegen wäre. Alles Makulatur und konjunktive Aussagen. Tatsache ist, wir spielen auch in der nächsten Saison 2. Liga, 4. Liga und 5. Liga. Das ist nun so und wir werden mit Freude in die nächste Saison starten. Unser neuer A-Junioren Trainer konnte leider bis heute kein einziges Spiel absolvieren. Wir freuen uns aber, ihn auch in der nächsten Saison bei uns im Trainerteam zu haben. Unsere Junioren- und Kinderfussballteams haben durchwegs eine gute Vorrunde abgelegt. Aber wir haben auch Mannschaften gehabt, die untendurch mussten. Jeden Match mit grosser Tordifferenz zu verlieren, ist so etwas von demoralisierend, dass wir froh sind, dass sich diese Jungs in der neuen Saison wieder mit gleichstarken Mannschaften messen können.

Die Juniorinnen machen uns im Moment sehr viel Freude. Wir dürfen mit Stolz feststellen, dass wir wahrscheinlich die beste Juniorinnenabteilung der Region haben.

Die Senioren 30+ konnten sich in der Promotionsklasse etablieren. Die 40+ verloren nicht mehr alle Spiele und bei den 50+ ist das Resultat zwar immer noch wichtig, aber wenn das «Mineralwasser» nach dem Match nicht vorhanden ist, wäre das viel, viel schlimmer.

Unsere Schiedsrichter konnten ihr Niveau halten, oder sogar noch verbessern. Soviel ich gehört habe, sind sie nie in schwierige Situationen gekommen und das freut mich für sie. Wenn man hört, wie sich manche Vereine/Spieler aufführen, ist das nicht mehr selbstverständlich.

Die Gümmeler treffen sich wöchentlich mindestens einmal offiziell. Ihre Touren absolvieren sie mit grosser Freude und beim anschliessenden Small Talk wird über Gott und die Welt philosophiert. Ihre polysportiven Fähigkeiten (Curling, Bowling, usw.) zeigen sie vor allem in der kalten Jahreszeit.

Ziele und Ideen für die Saison 2020/2021

Sport

Selbstverständlich haben wir einen Plan, wie die Zukunft des FC Wiesendangen aussehen kann. Sportlich möchten wir uns in den Promotions-Klassen etablieren und wenn möglich bald wieder dort spielen. Dies auf all unseren Junioren-Stufen. Im Kinderfussball wollen wir mit Hilfe unseres Ausbildungsprogramms ein starkes Fundament für die weitere Karriere unser Fussball spielenden Kinder bilden.

Unsere Ziele sind immer noch gleich wie vor einem Jahr. Unsere erste Mannschaft soll den Ligaerhalt anpeilen. Alles andere ist Zugabe. Gleichzeitig wollen wir weiterhin die Junioren von uns in die erste Mannschaft integrieren. Abgänge von älteren Spielern sollen nach Möglichkeit durch eigene Junioren kompensiert werden.

Die zweite Mannschaft versucht es ein weiters Mal. Der langersehnte Aufstieg in die dritte Liga muss das Ziel sein. Genügend Qualität ist auf jeden Fall vorhanden, um endlich die Früchte jahrelanger guter Arbeit zu ernten.

Die dritte Mannschaft soll sich finden und fussballerisch weiterentwickeln. Gleichzeitig wünsche ich mir auch ein Näherrücken an den Verein. Nur Fussball spielen, sollte und darf nicht das Ziel der dritten Mannschaft sein. Trainer oder Funktionär zu sein, ist ein spannendes Ämtli im Verein, für das wir künftig hoffentlich auch Mitglieder der dritten Mannschaft gewinnen können.

Die A-Junioren müssen sich nun in der Promotion behaupten. Wie sich der neue Trainer mit der Mannschaft gefunden hat, werden wir in den ersten Matches erfahren. Das Kader hat ein gutes Niveau und die Ergänzungsspieler aus der ersten Mannschaft müssen Verantwortung übernehmen.

Unsere Frauen- und Juniorinnenabteilungen wurden total überarbeitet. Wir erweitern unsere Zusammenarbeit mit dem FC Elgg auf die Juniorinnenstufe. Das ist ein zukunftsträchtiges Projekt und soll unsere starke Position im regionalen Vergleich weiter stärken.

Die erste Frauenmannschaft hat das klare Ziel, in die dritte Liga aufzusteigen. Diese wird aus meiner Sicht von einem der besten Trainer der Region trainiert.

Im Juniorenbereich wollen wir weiterhin vorbildliche Arbeit leisten und unseren Trainern gute Voraussetzungen geben, damit sie sich wohlfühlen und lange Freude an ihrem Amt haben. Immer häufiger ist nicht mehr der sportliche Erfolg unsere Grösste Herausforderung, sondern das Besetzen sämtlicher Trainerpositionen.

Die KIFU Abteilung ist mein «Happy Place». Ich habe einfach den Plausch an unseren Kindern, wenn sie Fussball spielen. Hier entschuldige ich mich aber bei unseren KIFU-Trainern. Ich war viel zu wenig präsent bei euch und konnte nicht mal alle persönlich kennen lernen. Das werde ich sicherlich in der neuen Saison ändern.

Wir brauchen dringendst wieder neue Da die 2. Mannschaft den Aufstieg nicht realisieren konnte, wird hier ein weiteres Mal ein neuer Anlauf gestartet. Die dritte Mannschaft soll Spass haben und ihre sportlichen Ziele in Absprache mit der sportlichen Leitung selber definieren.
Die A+ Junioren werden 9-10 Spieler aus den B Junioren erhalten. Da wird es wichtig sein, diese so gut wie möglich an die höhere Liga anzupassen. Das dies in der 1. Stärkeklasse stattfindet muss kein Nachteil sein. Wenn möglich wollen wir wieder zurück in die Promotion.
Bei den B-Junioren haben wir mit 26 Fussballern eigentlich ein zu kleines Kader für zwei Mannschaften. Da wir hier aber vier soziale Trainer haben, werden wir diesen 26 Mitgliedern die Möglichkeit geben weiterhin jedes Wochenende einen Match zu bestreiten, egal welches Niveau sie haben.
Bei den C und D Junioren bleibt vieles beim alten und wir sind zuversichtlich, dass vor allem unsere a Mannschaften vorne mitspielen können. Die weiteren Mannschaften dürfen in ihren Stärkeklassen mit Freude und Stolz unseren Verein vertreten.
Der Kinder Fussball macht mir, wie schon mehrmals erwähnt, besonders Spass. Hier dürfen wir mit kleinen Erfolgen schon sehr zufrieden sein. Wenn nach zwei drei Wochen Training nicht mehr alle dem Ball nachrennen, sondern ihre Positionen mindestens mehrheitlich behalten, haben wir schon vieles richtig gemacht. Wenn das Passspiel dann auch noch stetig besser wird, sind wir schon sehr zufrieden.
Die Frauenabteilung hat zwei wichtige Ziele. Wir möchten mit den Frauen aufsteigen. Unsere Frauen gehören nicht in die 4. Liga. Nichtsdestotrotz muss die Leistung stimmen. Geschenkte Aufstiege gibt es nicht!
Und die Juniorinnenabteilung die zur Frauenabteilung gehört muss weiter gefördert und gestärkt werden. Hier möchten wir weiterhin, wenn möglich in allen Ligen vertreten sein. Somit können wir allen Juniorinnen einen Werdegang bis zur ersten Mannschaft garantieren.
Wir brauchen dringendst wieder neue junge/alte SchiedsrichterInnen. Falls wir noch eine weitere Aktivmannschaft anmelden, haben wir zu wenig UnparteiischeSchiedsrichter. Ich bitte alle, sich an der Suche nach neuen Schiedsrichtern zu beteiligen, denn ohne sie wird es nie gehen. Unsere Schiedsrichter geben euch gerne weitere Infos.

Infrastruktur

Der Kunstrasenplatz hat sich bewährt und wir können je länger je mehr davon profitieren. Was wir hier unbedingt noch verbessern müssen, sind die Gehwege der ZuschauerInnen und der SpielerInnen. Diese müssen unbedingt noch besser angeschrieben werden. Der Bau des neuen Garderobengebäudes wurde um ein Jahr verschoben. Das ist ärgerlich, aber wenn nun eine noch bessere Lösung gebaut wird, lohnt sich die Geduld. Die Materialcontainer sind in Benützung und wir können weitere Anpassungen planen. Hier bin ich persönlich betroffen. Im Moment ist mein Estrich vollständig mit Material und Tenues belegt und das müsste nicht sein.

Während des Garderobenumbaus müssen wir nochmals auf zahlreiche Annehmlichkeiten verzichten. Es kann auch gegen Ende der Vorrunde zu mehr Auswärtsspielen kommen oder die Garderoben sind bereits geschlossen. Ich kann euch versichern, dass sich diese Mühsamkeiten lohnen. Ab dem Frühling 2021 wird Wiesendangen eine vorbildliche Infrastruktur haben und viele Vereine werden uns darum beneiden.

Verein

Durch die Corona-Krise war das zweite Halbjahr schwer zu planen und zu führen gewesen. Wir hatten drei Vorstands-Sitzungen über Zoom und der persönliche Kontakt zu vielen Personen war erschwert. Aus diesem Grund war eine vernünftige Nachfolgelösung für diverse Posten noch schwieriger zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass alle Personen, die ihren Rücktritt angekündigt haben, eine Zusatzrunde abliefern werden. Das Corona-Jahr kann man eigentlich vereinsmässig streichen. Trotzdem war der Aufwand des Vorstandes mit über 15 Sitzungen am oberen Limit. Michi Bernhard hat mir an der letzten Sitzung die Ehrung mitgeteilt, dass ich der erste Präsident des Vereins sei, der mehr VSS abgehalten hat, als Heimspiele der ersten Mannschaft stattgefunden haben.

Wir haben diverse Projekte verschoben. Den dynamischen Mitgliederbeitrag haben wir auf das nächste Jahr verlegt und auch das Frondienstreglement wurde auf Eis gelegt. Beide Projekte sollen im kommenden Jahr wieder aufgenommen werden.

Positives gab und gibt es vom Grümpi-OK zu berichten. Nicht nur, dass das letztjährige Grümpi aus meiner Sicht das beste und schönste gewesen war; auch der Gewinn ist wieder auf dem üblichen Stand. Herzlichen Dank dem jungen dynamischen Grümpi-Team. Macht weiter so!

Ein weiteres Ziel wird eine bezahlte Sekretariatsstelle in unserem Verein sein. Mit über 700 Mitgliedern ist die Ehrenamtlichkeit einfach nicht mehr nur allein zu stemmen. Wir müssen den Mut haben, nicht vereinsabhängige Funktionen auszulagern. Eine Buchhaltung oder auch ein Sekretariat könnte auch von vereinsfremden Personen geführt werden. Dadurch hätten wir Ressourcen frei für wichtige Funktionärsposten.

Unsere Informationspolitik hat sich stark verändert. War bis jetzt der Kicker das Mass aller Dinge, ist heutzutage Social Media die neue Kommunikationsplattform. Der Kicker wurde eingestellt. Es wird nur noch ein Mitteilungsblatt im Jahr geben, das ist der Grümpi-Festführer.

Wir wollen zudem mehr im «De Wisidanger» publizieren. Wir möchten bei der Gemeinde erreichen, dass die grossen Vereine der Gemeinde auch mehr Platz dafür erhalten. Der TV Wiesendangen unterstützt uns bei diesem Vorhaben. So können wir die WiesendangerInnen stets über unser Vereinsleben informieren. In Seuzach wird das vorbildlich gemacht. Auch werden wir vermehrt per Mail, per Blog oder bald auch einmal per Newsletter informieren. Die Homepage soll und muss aber aktuell bleiben.

Dass unser Verein lebt, auch in einer schweren Krise, konnten wir in den letzten Monaten erleben. Solidarität ist bei uns kein leeres Schlagwort, sondern sie wird bei uns aktiv gelebt. Nachdem die Aktivtrainer auf einen Teil ihres Salärs verzichtet haben, hat sich dies herumgesprochen. Viele Trainer und Funktionäre zogen mit und verzichteten ebenfalls auf einen Teil oder sogar auf ihre ganzen Saläre/Spesen. Das ist grossartig. Dem Vorstand gibt das Vertrauen und eine gewisse Sicherheit, auch in den nächsten ein bis zwei Jahre den Verein finanziell führen zu können. Solange wird es mindestens gehen, bis wir wirtschaftlich wieder da stehen, wo wir waren.

Dass der FC Wiesendangen zu 90 % ehrenamtlich geführt wird, dass der FC Wiesendangen keine Spieler bezahlt und dass der Vorstand fast alle Ausgaben in Frage stellt ist nun überlebenswichtig geworden. «Spare in der Zeit, so hast du in der Not» ist kein banales Zitat, sondern bittere Wahrheit geworden. Und auch wenn ich mich nun sehr weit zum Fenster hinauslehne: Es wird Vereine geben, die jetzt finanzielle Probleme erhalten. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Genau diese Vereine machen uns das Leben schwer, indem sie 2. Liga Trainern Gehälter zahlen, jenseits jeglicher Vernunft und Spielern Gehältern geben, nur um ihr eigenes Ego aufrecht erhalten zu können.

Finanziell ist unser Verein sehr gesund und nachhaltig unterwegs. Mit einem Budget von ca.  CHF 340’000 (mit Grümpi und Hallenturnier sogar CHF 420’000) sind wir grösser als manches Kleinunternehmen. Unser Kassier rechnet mit 300 Arbeitsstunden pro Jahr. Seine Verantwortung ist enorm und ein sorgfältiger Umgang mit den Ressourcen muss sein. Wir geben nie mehr aus, als wir einnehmen. So wie es auch sein soll. Dass wir viele Wünsche von unseren Trainern, Mitgliedern, Funktionären nur bedingt erfüllen können, fällt uns häufig auch nicht leicht, aber wenn kein Geld vorhanden ist, kann und sollte man auch keines ausgeben. Und Achtung, jeder der jetzt mit mehr Sponsoren oder Werbeeinahmen und ganz einfachen Lösungen um sich wirft. Genau! Dass sehen wir so wie du, melde dich bei uns und wir werden mit dir als neuen Marketingleiter neue Geldquellen anzapfen!

Da die Saison ja «nur» 6 Monate gedauert hat, darf der Jahresbericht dieses Jahr auch etwas kürzer sein.


Verein


Der dynamische Mitgliederbeitrag ist im Moment kein Thema mehr. Das Frohndienstprojekt hingegen ist auf gutem Wege. Urs Morf hat hier unzählige Stunden investiert und wir werden versuchen, dieses im kommenden Jahr einzuführen. Im ersten Jahr noch ohne Kostenfolge für unsere Mitglieder, da wir es zuerst eins zu eins testen wollen.

Vorstand


Im Vorstand wird es einige Veränderungen geben.
Urs Morf wir nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit nun endgültig zurücktreten. Er wird das Projekt Frohndienstarbeit noch begleiten und betreuen.
Manfred Steger hat uns vor 4 Jahren mitgeteilt, dass er nach Abschluss der Infrastrukturerneuerungsarbeiten zurücktreten möchte. Auch er hat 15 Jahre in diesem Vorstand mitgearbeitet. Bei Manfred haben wir das Glück, dass wir einen Nachfolger gefunden haben. Mit Chrigel Bissegger werden wir einen jungen, dynamischen Leiter Infra erhalten. Gleichzeitig wird eine neue mutige Stimme in den Vorstand eintreten, der unseren Verein auch nach aussen gut vertreten kann.
Auf die nächste GV werden wir einige Punkte der Statuten anpassen (Einladung/ Wahlen / Vorstandsposten usw.). Gleichzeitig möchten wir das Organigramm überarbeiten. Es soll mit zwei evtl. drei Schnuppervorstandsmitgliedern erweitert werden. Einer davon muss mindestens unter 30 Jahre alt sein. Genauere Angaben zu dieser Idee werdet ihr bekommen, sobald sie fertig ausgearbeitet ist.


Folgende Personen möchte ich in diesem Jahresbericht extra erwähnen. Sie haben sich über viele Jahre für den Verein in einer speziellen Position eingesetzt und verdienen hier unsere Anerkennung:


Urban Furrer langjähriger Spieler / langjähriger Trainer / diverse Spezialaufgaben
Stephan Meili ein Urgestein des Vereins in diversen Positionen / Trainer 1. / 2. Mannschaft
Michael Eberhard über Jahre hinweg diverse Funktionen im Verein / aktuell Trainer
Szilvia Gubler Clubhaus Pächterin über sehr lange Zeit / Leiterin Spielbetrieb
Jörg Kalber langjähriger Revisor
Peter Häne diverse Funktionen

...

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Allen die etwas grosses oder auch kleines für unseren Verein machen:

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Herzlichen Dank

...

. Ihr

...

seit die Besten

...

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Viele unterschätzen die Vorteile eines Ehrenamtes oder einer wichtigen Funktion. Fast nirgends wird man mehr lernen können, als in einem solchen Amt. Fachlich und menschlich ist die Horizonterweiterung mit keinem bezahlten bezahltem Kurs auch nur annähernd möglich. Theorie ist das eine, Praxis kann man nur praktisch lernen. Kommt zu uns, auf die Seite der Gewinner und der Macher. Ich freue mich auf eure Bewerbungen für alle offenen Posten in unserem Verein.In welcher Form die diesjährige GV abgehalten wird, ist noch nicht ganz klar. Im Moment ist sie in der Wisenthalle geplant. Ich freue mich, euch dort alle anzutreffen.

...


FC Wiesendangen, viel mehr als ein Fussballverein!

Euer Präsident

Ruedi

Anhang

Verpasste Eigeninitiative

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Ein Geschichtchen aus dem grossen Repertoire des Themas «völlig überbewerteter Fussball». Eine Sitzung mit der ersten Mannschaft; dies und jenes ist zu besprechen. Mit Problem(ch)en, die in andern Teams keine sind. Nach einer Stunde Meinungsaustausch taucht unter «Diverses» diese Idee auf: «Wir könnten doch in der Woche des nächsten Heimspiels jeweils eine Ankündigungs-Blache quer über der Dorfstrasse aufhängen.» Klar, könnte man. Wie geht dies vor sich? Die Gemeinde wegen einer Bewilligung kontaktieren und zwei links und rechts der Strasse hausende Anwohner anfragen, ob sie gewillt seien, an ihrem Fenster/Balkon alle 14 Tage diese Blache zu montieren.

Und wer bringt und holt sie fristgerecht, so dass keine Konflikte entstehen? Wer produziert diese und wie? Wie hoch sind die Kosten dafür? Ääääh – keine Antwort. Vorerst. Ein anderer meldet sich: «Wir haben gedacht, dass der Vorstand dies abklärt und in Angriff nimmt. Eine Aufgabe für den Beisitzer?» – «Und wie wärs mit Eigeninitiative? Ihr nehmt das selbst in die Hände?» – «Wir haben zwei Mal Training und müssen auch noch arbeiten.»

Aha. Der Beisitzer muss demzufolge nicht arbeiten? Schon mal dran gedacht, dass diese Aufgabe ein Paradebeispiel für «Teamwork ausserhalb des Spielfelds» wäre? Dass man vielleicht auch mal etwas von der Idee bis zur Ausführung selbst organisiert? 20 Mann im Kader, und keiner will, keiner kann, keiner möchte, keiner fühlt sich zuständig – auch der Ideengeber nicht. Für irgendwas haben wir ja den Vorstand. Und der hat – bitteschön – wo immer möglich seiner Dienstleistungspflicht nachzukommen. Wir haben ja nur gemeint …


Eben: völlig überbewerteter Fussball. Wenn Viertligisten nicht wissen, dass sie im Regional- wie Weltfussball eine relativ unbedeutende Rolle spielen, hilft auch eine an sich gut gemeinte Ankündigungs-Blache ziemlich wenig. Vielleicht gibts noch Varianten, das verpasste «mir mached öppis mitenand» nachzuholen – in welcher Form auch immer?Wiesendangen 28.6.2021 18:15 Uhr
Euer Präsident
Ruedi